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6. April 2021

Tipp des Pro`s: Trainingsplan für einen erfolgreichen Saisoneinstieg

Wie oft schlagen sie auf dem Golfplatz ein Eisen 7 mehrmals hintereinander? Wie oft kommt es vor, dass sie mehrere Drives hintereinander schlagen? Richtig, eigentlich nie! Die grosse Frage die sich stellt ist: Warum trainieren dann die meisten Golfer genau das auf der Driving Range?

Die Antwort: Weil es über Jahrzehnte genauso gelehrt wurde. Wer viele Bälle schlägt kann gutes Golf spielen. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Auf dem Golfplatz wechselt man ständig zwischen Hölzern, Eisen, Wedges und Putter. Genau dieser Punkt wird auf der Range schwer vernachlässigt. Die Fähigkeit, aus 40 Schlägen mit einem bestimmten Eisen, 10 Schläge an die Fahne zu bringen hilft einem in der Realität nicht weiter.

Diese Art zu trainieren nennt sich «blocked practice» und sollte eigentlich nur verwendet werden, wenn man seinen Schwung umstellt, bzw. eine grössere technische Änderung vornimmt. Was wir jedoch auf dem Golfplatz viel dringender benötigen, ist die Fähigkeit den Ball von A nach B zu spielen. Und auch das muss trainiert werden.

Auch im Profigolf verschwindet dieses Element im Training zunehmend. Stattdessen sollte man sich auf variables Training konzentrieren. Das bedeutet, suchen sie sich einen Zielkorridor auf der Range und versuchen sie diesen mit dem Driver zu treffen. Sie haben dafür nur einen Versuch – wie eben auf dem Golfplatz auch. Für den zweiten Schlag wählen sie einen neuen Zielbereich aus und wechseln zudem den Schläger. Auch hier versuchen sie mit dem ersten und einzigen Versuch ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Mit unserem Toptracer System lässt sich dies wunderbar überprüfen. Im Warm Up Modus können sie verschiedene Ziele anspielen und erhalten Feedback dazu. Die Idee ist also, nach jedem Schlag sowohl das Ziel als auch den Schläger zu wechseln. So kreieren sie eine ähnliche Situation wie auf dem Platz und gewöhnen sich daran.

Eine Steigerung wäre dann aus dieser Übung eine Challenge zu gestalten. Beispielsweise kann man sich Punkte geben, wenn man den gewünschten Korridor trifft.

Als Beispiel: Wählen Sie 5 unterschiedliche Fahnen aus. Ziel ist es, mit jedem Schlag nicht weiter als 10 m entfernt zu sein. Ein erfolgreicher Versuch zählt 2 Punkte. Schaffen sie 10 Punkte?

Auf diese Art trainieren sie somit eine kleine Drucksituation, welche noch interessanter wird, wenn man das Ganze zu zweit und gegeneinander spielt. Der Verlierer zahlt ein Getränk!

Auf diese Art trainieren sie die Fähigkeit, einen geforderten Schlag zu spielen, wenn es darauf ankommt. Und genau das ist es, was von ihnen auf jeder 18 Loch Runde verlangt wird.

Wer mehr über Trainingsgestaltung und zielgerichtetes Training erfahren möchte, kann dies entweder bei mir persönlich tun, oder in einem meiner «Performance Practice» Kurse.

Diese finden sie in unserem aktuellen Kursangebot auf swissgolfpark.ch/wp-content/uploads/2021/02/Kursangebot-2021.pdf

Viel Spass beim Ausprobieren!

Euer Alex