17 Tipps für dein Golfjahr 2017

17 Tipps für dein Golfjahr 2017, damit du noch erfolgreicher Golf spielst und noch mehr Spass auf dem Golfplatz hast!
Hast du dir einige Ziele gesteckt die du dieses Jahr erreichen willst?

Um dir zu helfen an den richtigen Dingen zu arbeiten, habe ich 17 typische Fehler und deren Lösung aufgelistet, die ich in den letzten Jahren 20 Jahren immer wieder beobachten konnte.

Viel Spass beim Training und eine erfolgreiche Golfsaison wünscht
Ralf Lehmann, PGA Masterprofessional
  1. Kurze Putts werden vorbei geschoben
Fehler:
  • Du schiebst kurze Putts zwischen 1m und 1,5m vorbei, weil dein Zielen nicht gut ist.
Fix:
  • Richte den Ball mit der Schrift (oder der Linie) aus, um dich besser auszurichten und nutze einen Putter mit langer Ziel-Linie.
 
  1. Es passieren zu viele Dreiputts auf der Runde
Fehler:
  • Dein durchschnittlich erster Putt auf dem Platz ist über 10 m lang.
  • Dieser Putt ist nicht nah genug am Loch, um einen sicheren Zweiputt zu spielen.
  • Dir fehlt das Längengefühl.
Fix:
  • Nutze die Übung „No three Putt“- und so geht s:
  1. Du brauchst nur einen Ball auf dem Puttinggrün.
  2. Suche dir unterschiedliche Entfernungen von 10-15 m von einem Loch entfernt.
  3. Versuche 10 mal in Folge keinen Dreiputt zu spielen
 
  1. Chippen mit dem Sand Wedge oder Lob Wedge
Fehler:
  • Du triffst deine Chips zu schlecht und ungenau.
  • Du setzt zu häufig das Sand Wedge ein, obwohl der Putter die bessere und sicherere Wahl ist.
Fix:
  • Nutze den Putter vom Vorgrün.
  • Nehme dein normales Set- Up wie beim Putten ein.
  • Halte den Putter leicht in der Luft, um zu vermeiden, dass er hängen bleibt.
  • Führe deine normale Bewegung aus.
Chippe auf dem Platz erst wenn Du nicht mehr putten kannst.

 
  1. Die Pitches fliegen zu kurz 
Fehler:
  • Du spielst die meisten Pitches zu kurz an die Fahne, weil dein Schwung schon vor dem Impact gebremst wird und du den Schläger nicht durchziehst.
  • Du setzt häufig dein Lob Wedge ein, was ich für den schlechtesten Schläger überhaupt auf dem Golfplatz halte (besser weniger Loft).
Fix:
  • Nutze für Pitches dein Sand Wedge.
  • Schwinge weiter nach vorne durch, als du ausholst.
  • Beim Üben und auf dem Platz den Ball immer hinter die Fahne spielen.
Pitche auf dem Platz erst, wenn Du nicht mehr chippen kannst.

 
  1. Bunkerschläge haben überhaupt keine Konstanz
Fehler:
  • Du toppst oder fettest deine Bunkerschläge zu oft, so dass du den Ball entweder:
  • hinter das Grün schlägst oder
  • im Bunker lässt.
Fix:
  • Nehme ein Set- Up wie für einen Pitch ein (Ausrichtung parallel, der Ball liegt leicht links der Standmitte, Schlagfläche leicht geöffnet).
  • Den Schläger mit hoher Geschwindigkeit durch den Sand schwingen. Das ist das A und O für Bunkerschläge. Schlage so fest es geht in den Sand und
  • schwinge weiter durch als du ausgeholt hast.
  • Am Schwung-Ende sollte das Gewicht auf dem linken Fuss sein.
 
  1. Du schlägst deine Eisen zu unpräzise, weil du deine Schlaglängen nicht kennst
Fehler:
  • Du kennst deine Schlaglängen nicht.
Fix:
  • Du solltest zumindest die Durchschnittslängen deiner Schläger kennen, um deine Präzision auf dem Golfplatz zu erhöhen.
 
  1. Schläge ins Grün bleiben zu kurz
Fehler:
  • Die meisten deiner längeren Schläge ins Grün bleiben zu kurz vor der Fahne oder sogar vor dem Grün.
  • Dabei lauern die meisten Hindernisse vor dem Grün (Golfplatz Architekten wissen um diese Schwäche).
Fix:
  • Versuche den Ball immer so zu spielen, dass er theoretisch hinter die Fahne fliegt.
  • Dann sind selbst nicht ideal getroffene Bälle auf dem Grün oder an der Fahne.
  • Gut getroffene Bälle liegen dann eben „hinten“ auf dem Grün. Aber auf dem Grün!
 
  1. Dein Ball sliced nach rechts weg
Fehler:
  • Dein Ball sliced sehr stark (startet links vom Ziel und dreht dann stark nach rechts).
  • Je länger der Schläger wird, desto stärker wird der Rechtsdrall.
  • Slices kosten dich aber leider immer viel Länge.
Fix:
  • Überprüfe als erstes deinen Griff!
  • Meistens liegt die linke Hand (bei einem RH) zu weit links am Griff.
  • Zwischen linkem Handrücken und linkem Unterarm sollte ein möglichst großer Winkel entstehen, damit der Ball eher sogar einen Hookdrall bekommt.
  • Ein Hook fliegt konstanter und verliert vor allem nicht so viel Länge.
 
  1. Nutze ein Birdiebuch auf dem Platz 
Fehler:
  • Du analysierst die Schlaglänge und Taktik für einzelne Schläge nicht genau.
  • Dabei haben alle Plätze heute ein Birdiebuch oder Längenangaben auf den Fairways.
  • Das führt zu vielen Schlägen von dir, die schlecht platziert werden oder sogar zu kurz oder zu lang gespielt werden.
  • Siehe auch den Punkt „Kenne deine Schlaglängen“.
Fix:
  • Nutze das Birdiebuch des Platzes für deine Schlagplanung.
  • Wende die 80/20 Regel an. Du solltest dir zumindest zu 80 % sicher sein, dass du den Schlag, den du vorhast auch beherrscht. Liegt deine eigene Sicherheit unter 80 % lass es sein!
 
  1. Lege dir eine Lochtaktik zurecht
Fehler:
  • Du nutzt fast immer dieselben Schläger auf der Runde.
  • Am liebsten dein Rescue oder Eisen 7, da diese schön einfach zu spielen sind.
  • Du spielst den Ball immer nur „nach vorne“ ohne vorher zu prüfen, von wo der nächste Ball gespielt werden soll.
Fix:
  • Prüfe vor jedem Schlag, von wo du den nächsten Ball spielen möchtest, um möglicherweise Hindernisse zu umgehen oder ungeliebte Lagen und Längen zu vermeiden.
  • Siehe auch meinen Tipp „Kenne deine Schlaglängen“ bzw. „Nutze ein Birdiebuch“.
 
  1. Fairwayhölzer oder Eisen vom Tee
Fehler:
  • Außer an Par 3 Löchern schlägst du fast immer automatisch den Driver vom Tee.
  • Dabei ist der Driver der Fehleranfälligste und ungenaueste Schläger und sorgt für viele Striche, zu hohe Scores und verlorene Bälle. Also für viel Frust! Kennst du das?
Fix:
  • Nutze neben einem Fairwayholz auch gerne ein Rescue oder Eisen vom Tee, um den Ball besonders an schweren Bahnen ins Spiel zu bringen, um dann sicher und ohne Streß weiter zu spielen.
 
  1. Dein Training auf der Range
Fehler:
  • Du schlägst auf der Range einen Ball nach dem anderen, ohne ein wirkliches Ziel zu haben. Das Problem dabei:
  • Dabei schleichen sich immer wieder Fehler ein, bzw. noch schlimmer, falsche Bewegungsabläufe werden immer weiter vertieft.
  • Zudem führt das schlagen von der Matte nicht dazu, dass das zielen und ausrichten trainiert wird.
Fix:
  • Teile dir dein Training auf:
  • ein Teil bewusstes Techniktraining
  • einen Teil gezieltes Platztraining (wichtig!!)
  • Dieses Platztraining kann z.B. mit Ballreihen stattfinden:
  • Ballreihen bedeutet, dass du z.B. das 100 Meter Schild als Ziel nimmst. Der erste Ball sollte so nah wie möglich carry an das Schild geschlagen werden. Der nächste Ball sollte carry etwas kürzer sein, der nächste wieder kürzer usw. bis der letzte Ball nur noch 2 m gechippt werden muss.
  • Fliegt ein Ball weiter als der vorherige, dann muss man von vorne anfangen.
  • Optional kannst du auch von kurz nach lang oder von Seite zu Seite spielen.
  • so bleibst du auf deiner Matte stehen, musst dich aber auf jeden Ball neu vorbereiten. Du wirst merken, dass dir das Training so mehr Spaß macht und du viel konzentrierter bei der Sache bist.
 
  1. Auf andere Amateure (deinen Ehemann) hören
Du nimmst jeden Tipp an, den dir jemand auf dem Golfplatz gibt? Du lässt dich von deinen Freunden oder noch schlimmer, deinem Ehemann, coachen? Sorry, liebe Ehemänner, aber so ist es doch auf dem Golfplatz. Oder hat dir deine Ehefrau schon einmal einen Tipp für dein Spiel gegeben? Nein? Siehste mal… Fehler:
  • Jeder Golfer für jeden anderen Golfer einen Tipp, wie der Schwung richtig funktioniert oder irgendein Schwunggeheimnis.
Fix:
  • Höre nicht auf andere! Und schon gar nicht auf deinen Ehemann!
  • Nur auf deinen Pro – der kann dir die Zusammenhänge erklären/belegen.
 
  1. Du trainierst zu wenig und erwartest zu viel
Fehler:
  • Du trainierst wenig bis gar nicht, erwartest dafür aber Weltklasse Leistungen auf dem Golfplatz.
  • Nur, wie soll das funktionieren? Oder kennst du jemanden, der außergewöhnliche Leistungen bringt, ohne dafür etwas zu tun?
Fix:
  • Schraube deine eigenen Erwartungen runter und spieleerwartungslos
  • Suche dir einen Trainingspartner, mit dem du zusammen eine wöchentliche Trainerstunde buchst.
  • Noch besser, suche dir eine Trainingsgruppe von 4- 6 Personen in deiner Spielstärke. Das Training zu zweit oder in der Gruppe macht mehr Spaß und der innere Schweinehund hat keine Chance mehr!
  • Immer dran denken – Training macht konstant aber nicht perfekt!
 
  1. Sofort loslegen – ohne aufwärmen
Fehler:
  • Du gehst direkt vom Parkplatz auf das erste Tee und schlägst dann zum aufwärmen oder als Mulligan zwei Bälle mit dem Driver ab.
Fix:
  • Führe ein Aufwärmprogramm durch! Ich weiß, du denkst dann, was sollen die anderen bloß von mir denken! Aber, hey, ist das nicht völlig egal?
  • Es stimmt deinen Körper auf die Golfrunde ein, sorgt für einen besseres Schlaggefühl und mehr Leistung auf dem Platz.
  • Zumindest solltest du mit ein paar lockeren und kleinen Schlägen auf der Range dich selber auf die Runde einstimmen. Das ist das mindeste, was du für deinen Körper und dein Spiel tun solltest.
 
  1. Deine Schläger sind nicht gefittet
Fehler:
  • Deine Schläger sind nicht gefittet!?
  • Heutzutage kann, dank modernster Technik, für jeden Golfer der richtige Schläger mit den bestmöglichen Spezifikationen (Schaft, Griff etc.) gefittet und gebaut werden.
  • Leider nutzt du diese Möglichkeit nicht für dein Golfspiel? Das wäre wirklich mehr Leistung, ohne Aufwand!
Fix:
  • Lasse dir für das neue Jahr Schläger von einem Experten fitten oder zumindest deine bestehenden überprüfen.
  • Besonders bei den Hölzern sind enorme Längengewinne nur dank eines passenden Schlägers möglich.
  • Lasse einmal im Jahr den Loft und Lie deiner Eisen kontrollieren.
  • Das gilt übrigens auch für den Putter. Den Schläger, der am meisten vernachlässigt wird. Lasse auch diesen fitten. Es lohnt sich, denn der Putter ist der Schläger den du auf der Runde am meisten benutzt.
 
  1. Du spielst auf der Range besser als auf dem Platz
Fehler:
  • Auf der Runde bist du verkrampft und spielst mit zu viel Kraft
  • Du wechselt deinen Schwungrhythmus und Krafteinsatz je nach Schläger und Spielsituation
Fix:
  • wiederholbar gute Ballflüge erfordern einen wiederholbaren Schwung-Rhythmus
  • In welchem Rhythmus schlägst du deine besten Bälle?
  • Finde in der Golfstunde mit deinem Pro deinen persönlichen Erfolgs-Rhythmus heraus, trainiere ihn und behalte ihn auf der Runde bei.